Um Mitternacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtsfeiertag, beginnen die Rauhnächte und sie enden in der Nacht vom 5. Januar auf den Dreikönigs-Tag im neuen Jahr.
Deswegen wird dies auch die Zeit zwischen den Jahren genannt.
Der Begriff Rauhnächte geht dabei auf alte keltische und germanische Wurzeln zurück.
Die Kelten lebten nach dem Mondkalender (354 Tage) und ergänzten die fehlenden 11 Tage und 12 Nächte in der Zeit nach der Winter-Sonnenwende, wenn die Welt ringsherum mit langen dunklen Nächten kalt und stürmisch war.
Das war die Zeit, wärmenden Unterschlupf zu suchen für innere Einkehr und Ruhe.
Das schreibe ich nun von der Südspitze Afrikas zur Zeit der Sommer-Sonnenwende im Hochsommer.
Hier fallen die großen Sommerferien und Haupturlaubszeit zusammen mit Weihnachten und Neujahr. Das führt dazu, daß quasi das ganze Land hauptsächlich draußen und in der Natur im "Sommer-Feier-Modus" ist. Wunderschön. Familiär. Verbunden. Anders.
Paßt das zusammen mit den Ritualen und Bräuchen zu den 12 Nächten?
Ja, denn das Sommerwetter ändert nichts an diesen so besonderen Tagen, die sowohl Abschluß als auch Neubeginn bedeuten mit allem, was das energetisch so mit sich bringt.
Es ist die Zeit für Rückblick – Bilanz – Vision.
Ich persönlich liebe das Ritual der 13 Wünsche.
Es beginnt mit dem durchaus intensiven Prozess, 13 Wünsche zu identifizieren, zu definieren und zu formulieren.
Die Wünsche sind nicht für oder über andere – sondern ausschließlich auf dich selbst bezogen.
Formuliere präzise und möglichst knapp und klar und so, als ob sie bereits gelebte Realität sind.
Ein mögliches Beispiel:
Ich lebe genau an dem Ort, nach dem ich mich immer gesehnt habe.
Oder:
Ich tanze 2x pro Woche und genieße dabei meinen gesunden, elastischen Körper.
Schreibe jetzt jeden einzelnen Wunsch auf einen von 13 identischen Bögen Papier, die so groß sein sollten, daß du nach dem Aufrollen oder Falten des Bogens den Text nicht sehen kannst.
Alle 13 Wünsche kommen nun in ein Gefäß oder einen Korb so vermischt, daß du nicht erkennen kannst, welcher Wunsch welcher ist.
Beginnend in der Christ-Nacht ziehst du jede Nacht einen Wunsch heraus und verbrennst ihn ungeöffnet (!) sicher und vertrauensvoll – gibst ihn damit ab an das Universum!
Das setzt du fort bis in die Drei-Königs-Nacht, in der du den 12. Wunsch verbrennst.
Und was geschieht mit dem 13. Wunsch?
Ja, nun kannst du diesen öffnen. Laß dich überraschen!
Dieser Wunsch ist deine Aufgabe für dieses Jahr.
Gib so viel Energie für seine Erfüllung hinein, wie du vom Universum für jeden deiner 12 anderen Wünsche erwartest.
Ich wünsche dir besinnliche und frohe Rauhnächte zwischen den Jahren!
